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Start / Wissen / Thermografie Thermografie · Lesezeit ca. 5 Minuten · Stand Oktober 2026

Thermografie mit Drohne: Was ein Wärmebild zeigt und was nicht

Ein Wärmebild wirkt eindeutig. Ob es das auch ist, entscheiden die Bedingungen beim Flug. Hier steht, wann Thermografie belastbare Befunde liefert und wann sie in die Irre führt.

Echte Aufnahme: links Wärmebild, rechts Zoombild derselben Stelle. So lässt sich jeder Befund sofort einordnen.

Was die Kamera tatsächlich misst

Eine Wärmebildkamera misst die Infrarotstrahlung, die eine Oberfläche abgibt. Daraus berechnet sie eine Oberflächentemperatur. Sie schaut nicht in ein Bauteil hinein. Ein Befund im Wärmebild ist deshalb immer ein Hinweis auf eine Ursache darunter, zum Beispiel Feuchte, fehlende Dämmung oder einen elektrischen Defekt.

Wo Thermografie aus der Luft stark ist

  • Photovoltaik: Überhitzte Zellen, auffällige Bypassdioden, ausgefallene Strings und Steckverbinder fallen im Wärmebild auf, lange bevor sie im Ertrag deutlich sichtbar sind.
  • Flachdächer: Durchfeuchtete Bereiche unter der Abdichtung speichern Wärme anders als trockene Flächen und werden so sichtbar.
  • Gebäudehülle: Wärmebrücken und Undichtigkeiten zeigen sich, wenn innen geheizt wird und außen kalt ist.
  • Technische Anlagen: Schäden an Isolierungen und auffällige Leitungsabschnitte lassen sich ohne Abschaltung erkennen.

Wann ein Wärmebild täuscht

Die häufigsten Fehlerquellen haben nichts mit der Kamera zu tun, sondern mit den Bedingungen:

  • Zu wenig Temperaturunterschied. Ohne Heizperiode zeigt eine Fassade kaum Wärmebrücken. Eine PV-Anlage muss unter Last und bei ausreichender Sonneneinstrahlung laufen, gemessen auf Modulebene. Warum die Globalstrahlung dafür nicht reicht
  • Spiegelungen. Glas, Metall und Moduloberflächen spiegeln die Wärme von Himmel, Sonne und Umgebung. Ein heller Fleck kann eine Reflexion sein, kein Defekt.
  • Wind und Regen. Wind kühlt Oberflächen ab und verwischt Unterschiede. Nasse Flächen verfälschen das Bild.
  • Material. Unterschiedliche Oberflächen strahlen bei gleicher Temperatur unterschiedlich stark ab. Wer das nicht berücksichtigt, liest falsche Temperaturen ab.

Deshalb planen wir Thermografie-Einsätze nach Wetter, Tageszeit und Jahreszeit und verschieben lieber einen Termin, als unbrauchbare Bilder zu liefern.

Warum wir Sicht- und Wärmebild immer zusammen liefern

Jede Wärmebildaufnahme hat bei uns ein Sichtbild derselben Position. Erst der Vergleich zeigt, ob ein warmer Fleck ein Defekt, Laub, Vogelkot oder eine Spiegelung ist. Für Ihren Fachbetrieb ist das der Unterschied zwischen einer gezielten Reparatur und einer Suche vor Ort.

Was Sie am Ende bekommen

  • Wärme- und Sichtbild je Befund, verortet
  • Befundliste mit Priorität
  • Angaben zu Datum, Uhrzeit und Wetterbedingungen der Aufnahme

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Häufige Fragen

Was kostet eine Thermografie mit Drohne?

Der Preis hängt von Objektgröße, Anzahl der Teilflächen, Anfahrt, Luftraum und Auswertungstiefe ab. Eine reine Übersichtsbefliegung ist günstiger als ein Bericht mit verorteter Befundliste. Sie erhalten vorab ein schriftliches Angebot.

Wann ist die beste Zeit für eine Wärmebildaufnahme?

Bei Gebäuden in der Heizperiode, wenn innen und außen ein deutlicher Temperaturunterschied besteht. Bei PV-Anlagen bei ausreichender Einstrahlung auf Modulebene, meist um die Mittagszeit an klaren Tagen.

Kann eine Drohne Feuchtigkeit im Flachdach erkennen?

Durchfeuchtete Bereiche speichern Wärme anders als trockene und zeichnen sich bei passenden Bedingungen im Wärmebild ab. Das Wärmebild liefert einen Hinweis, die Ursache bestätigt der Fachbetrieb vor Ort.

Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick nach bestem Wissen. Er ersetzt keine Rechtsberatung und keine Beurteilung durch Sachverständige. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Normen, Richtlinien und Herstellerangaben.

Zoltan Guttmann

Was soll am Ende belegt sein?

Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir. Ich sage Ihnen ehrlich, ob die Drohne die richtige Lösung ist.

Zoltan Guttmann · Inhaber und Fernpilot